e33 CD / Carl Nielsen: Violin Sonatas
Beschreibung
„Achtundfünzig Minuten pures Vergnügen bietet diese CD mit zwei wenig bekannten Musikern und drei ebenso wenig bekannten Werken von Carl Nielsen. Es wird schnell klar, dass diese Aufnahme einen doppelten Glücksfall darstellt. Der Hörer schließt mit drei wundervollen Werken Bekanntschaft und lernt Nielsen als einen außerordentlichen Kammermusiker kennen. (…) Ohne Zweifel, dies ist eine der besten und interessantesten Kammermusikproduktionen der letzten Monate. Unbedingt empfehlenswert!“ (pizzicato, 05/05)
3 Bewertungen für e33 CD / Carl Nielsen: Violin Sonatas
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Ensemble –
Glühendes Engagement
Wen Brahms nicht mochte, den ließ er es spüren. Die Anekdoten darüber, wie er in seinen Augen unbegabten Nachwuchs abkanzelte, sind Legion. Kein Wunder, dass es durchaus einer Erwähnung wert ist, wenn er einen jungen Komponisten mit Wohlwollen behandelte. Wie zum Beispiel den Dänen Carl Nielsen. Dieser schrieb seine erste Violinsonate ganz im Zeichen der Brahms-Ästhetik. Eng motivisch verzahnt entfaltet sich das Werk, von solide gebauten Mittelstimmen getragen und auf solch sicherem Fundament den reichen „sinfonischen“ Kammermusikstil repräsentierend. Adrian Adlam, bekannt als künstlerischer Leiter der auf Kammermusikentdeckungen spezialisierten Fredener Musiktage, zeigt uns zusammen mit dem Pianisten Christopher Oakden jedoch nicht nur den Brahmsjünger Nielsen, sondern auch den reifen Meister, der seinen Weg zur freien, schwebenden Tonalität findet, wobei ihm die brahmsschen Strukturprinzipien freilich treue Dienste erweisen. Die zweite Violinsonate von 1912 zum Beispiel ist ein Prototyp für dieses Prinzip und lässt bereits Meilensteine wie Nielsens 1916 vollendete Sinfonie „Das Unauslöschliche“ erahnen. Adlam und Oakden interpretieren mit dem glühenden Engagement, dem man auch in Freden begegnen kann. Adlam offenbart sich darüber hinaus auch als kompetenter Bookletautor.
Oliver Buslau
Pizzicato –
Achtundfünzig Minuten pures Vergnügen bietet diese CD mit zwei wenig bekannten Musikern und drei ebenso wenig bekannten Werken von Carl Nielsen. Es wird schnell klar, dass diese Aufnahme einen doppelten Glücksfall darstellt. Der Hörer schließt mit drei wundervollen Werken Bekanntschaft und lernt Nielsen als einen außerordentlichen Kammermusiker kennen. Die beiden Sonaten für Violine und Klavier zeugen von einem sehr individuellen Stilgefühl, und wenn die zweite Sonate auch unwillkürlich an die sinfonischen Werke, insbesondere an die 4. Sinfonie erinnert, so stellen beide Werke Kammermusik auf höchstem Niveau vor. Äußerst interessant ist auch das Präludium und Thema mit Variationen für Solo-Violine, das für diese Gattung sicher eine Bereicherung ist.
Dass diese Werke aber so ungezwungen und brillant herüberkommen, liegt an den beiden Solisten Adrian Adlam und Christopher Oakden. Beide brauchen den Vergleich mit internationalen Größen nicht zu scheuen, denn in punkto Technik und Gestaltung leisten die beiden erstklassige Arbeit. Adlams Violinenspiel, und das kommt besonders im op. 48 zur Geltung, besticht durch eine wahnsinnig gute Technik und ein Talent, die Musik in jedem Moment interessant zu machen. Im Spiel erinnert Adlam öfters an Christian Tetzlaff; kühle, wohlüberlegte Bogenführung gepaart mit einem gesunden Sinn für Rhythmik, Farben und Dynamik. Aber auch Christopher Oakden auf dem Klavier zeigt, dass er sensibler Kammermusiker ist. Sein Spiel besitzt die gleiche Natürlichkeit, die gleiche Transparenz und klangliche Schönheit wie die seines Partners. Zusammen bieten sie eine wundervoll, spontane, insgesamt sehr leichtfüßige Interpretation, die den Hörer von der ersten bis zur letzten Sekunde in ihrem Bann hält. Ohne Zweifel, dies ist eine der besten und interessantesten Kammermusikproduktionen der letzten Monate. Unbedingt empfehlenswert!
Steff
klassik.com –
–> Originalkritik
(…) Unter den Händen dieser Interpreten werden alle Schattierungen der Gefühlswelt, die Nielsens Musik eröffnet, offenbar: von drängender, hemmungsloser Energieentladung zu lyrischen Melodiebögen und fahlen Klangbildern ist hier jede Note mit Ausdruck, Leben und Leidenschaft erfühlt und erfüllt.(…)