e51 CD / Musik Insel

Musik Insel

Werke von Jing Peng
Jade Quartett

EAN/barcode: 4009850105107

Klassik heute zehn

Beschreibung

2001 trafen sich vier junge Musiker, mehrheitlich taiwanesischer Herkunft, in Deutschland und beschlossen dort, miteinander Musik zu machen. Sie gaben sich den Namen „Jade Quartett“. Jade ist ein Edelstein, „Ja“ das chinesische Wort für Asien und „De“ bedeutet Deutschland. Auf ihrer EigenArt-CD bringen Hanlin Liang und Hyun Ji You (Violine), Kai-Hsi Fan (Viola) und Shih-Yu Yu (Violoncello) die fremde Musik ihrer Heimat näher, welche mit europäischen Einflüssen durchsetzt ist. Auch der Komponist Jing Peng, ebenfalls aus Taiwan, studierte in Deutschland und schreibt Stücke, die von seiner Heimat erzählen, darunter vieles über seine Kindheit. Eine faszinierende und bereichernde Erweiterung des Spektrums, welche das Streichquartett zu bieten hat. Die Aufnahme zeigt, wie diese Gattung andere Einflüsse in sich aufnimmt, zurückgibt und wie sie sich weiterentwickelt. Die Musik ist teilweise komplex, sehr schwierig zu spielen, manchmal aber auch recht einfach, fast wie Kinderstücke. Das Jade-Quartett vereinbart bravourös Virtuosität in vertrackten Passagen mit der Darstellung von beinahe kindlicher Naivität in den einfachen Stücken.

Zusätzliche Informationen

GTIN

4009850105107

Marke

Edition EigenArt

2 Bewertungen für e51 CD / Musik Insel

  1. Klassik heute

    –> Originalkritik

    Poetisch der Titel, bunt das Cover: wenn man diese CD in die Finger bekommt, könnte man fast meinen, es würde sich um eine Produktion für Kinder handeln. Die ersten Takte der Suite der Jugendlichen, die sogleich nach dem Einlegen ertönen, könnten diesen Eindruck durchaus verstärken: es sind gefällige harmonische Klänge mit eingängigen Melodien, die volkstümlich bis minimalistisch angehaucht sind und mitunter an den Soundtrack eines Films erinnern. Diese Musik, so der erste Eindruck, ist angenehm anzuhören und tut wirklich keinem weh.

    Gespielt wird sie vom Jade Quartett, einem zum Zeitpunkt der Aufnahme rein weiblich besetzten Streichquartett, dessen Mitglieder überwiegend – und das erklärt auch den Namen – einen taiwanesischen Hintergrund haben. Auch Jing Peng, der Komponist der hier zu hörenden Musik, wurde in Taiwan geboren, hat aber wie viele asiatische Musiker, auch in Europa studiert. Das ist seiner Musik, die weitaus vielschichtiger ist als es die ersten Takte auf dieser CD erahnen lassen, auch anzuhören. Hier verbinden sich asiatische und europäische Musiktraditionen zu einer außergewöhnlich interessanten Mischung.

    Es lassen sich minimalistische Tendenzen finden, teilweise gibt es Anklänge an den Jazz, an elektronische Musik und zuweilen auch hochkomplex oder radikal neutönerisch anmutende Passagen – und eben wie in der eingangs erwähnte Suite eine Simplizität, die dennoch alles andere als simpel ist. Das Ganze klingt also ebenso interessant wie bunt. Und wie wird es gespielt?

    Das Jade Quartett, das bereits mehrfach ausgezeichnet worden ist, legt eine ausgezeichnete Klang- und Spielkultur an den Tag. Hoch artifizielle und sehr virtuose Strukturen spielt es mit der gleichen Brillanz wie einfache Monodien, alles ist rhythmisch sehr exakt und hat Biss, auch im Hinblick auf Dynamik und Koordination. Und so vermag diese CD gleich mehrfach zu überraschen: mit spannender, vielseitiger und zweifelsohne die Entdeckung lohnender Musik und mit einem überragenden Streichquartett, das technisch brillant und musikalisch fabelhaft spielt.

    Guido Krawinkel

  2. Pizzicato

    –> Originalkritik

    Das taiwanesisch-koreanische ‘Jade Quartett’ spielt Werke des taiwanesischen Komponisten Jing Peng, in dessen stimmungsvoller Musik sich diskret chinesisches Material einschleicht. Generell scheint der Komponist berührungsfrei und verarbeitet minimalistische Einflüsse genau wie Neoromantisches, manchmal abstrakt, manchmal sehr tonmalerisch. Eine aparte CD, superb gespielt.

    Remy Franck

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