e39 CD / Theresienstädter Konzert

Theresienstädter Konzert

Streichquartette von W. A. Mozart, Pavel Haas und Franz Schubert
Bartholdy-Ensemble Rheinfelden

EAN/barcode: 4009850103905

Beschreibung

Seit November 1999 finden, jeweils am Vormittag des Totensonntags, im Haus am Münchberg in Merzig die „Theresienstädter Konzerte“ statt. Auf Einladung des Gustav-Regler-Zentrums, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Demokratie Saarland, spielen hier die Mitglieder des Bartholdy-Ensembles Werke von Komponisten, die von den Nationalsozialisten verfolgt und deren Kompositionen verboten wurden. Eingerahmt von zwei Meisterwerken der Klassik und Romantik erinnern die vier Musiker somit an Künstler, deren Werke zu Unrecht immer noch nicht den Platz im Konzertbetrieb gefunden haben, den sie verdient hätten. Die vorliegende CD dokumentiert eines dieser Konzerte. Im Mittelpunkt steht dabei das beeindruckende dritte Streichquartett des tschechischen Komponisten Pavel Haas. Es wird eingerahmt von einem der früheren Quartette Mozarts (KV 159) und dem berühmten „Rosamunden“-Quartett von Franz Schubert.

2 Bewertungen für e39 CD / Theresienstädter Konzert

  1. Pizzicato

    Seit 1999 finden in Merzig die ′Theresienstädter Konzerte′ statt. Auf Einladung des Gustav-Regler-Zentrums, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Demokratie Saarland, spielen hier die Mitglieder des Bartholdy-Ensembles neben Meisterwerken der Klassik und Romantik auch Stücke von Komponisten, die von den Nationalsozialisten verfolgt und deren Kompositionen verboten wurden. Die vorliegende CD dokumentiert eines dieser Konzerte.
    Zunächst erklingt in einer akkuraten, sehr höhenbetonten Aufnahme das B-Dur-Quartett KV 159 von Mozart. Etwas mehr Wärme hätte dem Klang gut getan. In dem düster-nervösen dritten Streichquartett des Tschechen Pavel Haas ist diese Technik jedoch von Vorteil, denn sie erlaubt es, die Musik sehr klar werden zu lassen, wozu natürlich auch die klangliche Differenzierung der vier Musiker viel beiträgt. Die hoch intensive Interpretation macht dies Darbietung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Rhythmisch prägnant erklingt der erste Satz, sehr beredt das Lento mit einer gebetsähnlichen jüdischen Melodie, und auch dem abschließenden Variationssatz gewinnen die Musiker ein Maximum an Expressivität ab.
    RéF

  2. Badische Zeitung

    Zum 25-jährigen Bestehen legt das Bartholdy-Ensemble Rheinfelden eine neue CD vor. Die Aufnahme entstand im November 07 in Merzig, wo Mitglieder des Ensembles in der Reihe „Theresienstädter Konzerte“ Werke von Komponisten spielen, die unter dem Nazi-Regime verfolgt und verfemt waren. Einer davon ist der tschechische Komponist Pavel Haas, der ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurde und 1944 in Auschwitz starb. Sein drittes Streichquartett op.15 von 1937/38 ist durchzogen von folkloristischen und jazzartigen Elementen , ein eindrückliches Werk, das die aufziehende Bedrohung ahnen lässt. Die Musiker um Primarius Christian Sikorski setzen die tiefgründige Tonsprache mit ihren polymetrischen Strukturen in einer klar ausgeleuchteten Interpretation um. Sehr engagiert im Spiel, rhythmisch akzentuiert und klanglich differenziert gelingt es ihnen, die Atmosphäre dieser Musik zwischen Verdichtung und Auflösung, Elegisch-Wehmütigem und der stringent gesteigerten Fuge im Schlusssatz zu erfassen. Eingebettet ist das Kernstück von Haas in zwei Meisterwerke des klassisch-romantischen Repertoires: Mozarts Streichquartett B-Dur KV 159 und Schuberts „Rosamunde“-Quartett. Ein dreisprachiges Booklet bietet zudem Informatives über die Werke.
    ros

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